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Geschichte

Auw und Rüstenschwil wurden erstmals unter "Houva" und "Rustiniswilare" im Zinsrodel des Fraumünsterstifts Zürich erwähnt, dessen Niederschrift in die Zeit von 893 fällt. Im Jahre 1064 treffen wir den Namen wieder bei der Aufzählung der ältesten Güter des Gotteshauses Muri. Im Habsburger Urbar von 1306 ist von "Owe" zu lesen. Sowohl Auw wie auch Rüstenschwil gehörten zum Amt Meienberg genannten Verwaltungs- und Gerichtsbezirk.

Als das Freiamt ab 1415 der Herrschaft der Eidgenossen unterstand, schrieben sie "Owe" ins Register der neuen Gebiete. Ueber den damaligen Bevölkerungswachstum gibt es keine verlässlichen Angaben. Eine erste verlässliche Angabe findet sich im Pfarrpfrundbrief von 1638. Demnach haben damals Auw und Rüstenschwil "47 bewohnte Häuser" gezählt. Ein schwerer Tag für Auw war der 8. Februar 1715, als ein Grossbrand den Hauptteil des Dorfkerns vernichtete. Innerhalb von drei Stunden verschwanden 43 Firste, wodurch 25 Familien mit 150 Personen obdachlos wurden.

Aufgrund der von Napoleon diktierten Meditationsakte entstand 1803 der Kanton Aargau. Rüstenschwil und Auw wurden zusammengelegt und bilden seither die Einwohnergemeinde Auw. Die Bürgergemeinden blieben noch bis 1908 selbständig, als sie durch ein Grossratsdekret vereinigt wurden.

Kirchlich war Auw zuerst eine "Filiale" von Sins mit einer seit 1331 erwähnten Kapelle. Im Jahre 1638 vereinbarten die Gemeinden Auw und Rüstenschwil mit dem Abt von Engelberg eine eigene Pfarrei zu errichten. Sie wurde bis 1849 von Engelberger Patres betreut. 1705 begann man mit dem Bau der Barockkirche, die heute unter Denkmalschutz steht. Fünfzig Jahre später erbaute auch Rüstenschwil eine Kapelle.